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Schnelle Test-Renderings



Dieses Tutorial wurde geschrieben von
Eckhard M. Jäger (Bart)
area42 - Agentur & Systempartner


Schnelle Test-Renderings

Vom ersten Schritt bis zum letzten, finalem Rendering sind viele Test-Renderings nötig. Sei es um zu sehen ob Material/ Beleuchtung echt wirken, die ganze Szene stimmig ist oder um einzelne Frames einer Animation zu überprüfen. Natürlich möchte man diese Checkups möglichst schnell sehen. Wie man dem stundenlangen Warten auf Test-Renderings entkommen kann soll hier kurz erläutert werden.

Threads aktivieren

Ab der Blender-Version 2.37 wird Threading und Hyperthreading unterstützt, wenn man also einen Prozessor mit dieser Technologie besitzt (ab Intel Pentium 4, AMD FX/ Opteron und PowerPC 5) so sollte man dies in Blender aktivieren.

Ganz einfach:
  • die Funktionstaste F10 drücken um in die Render-Einstellungen zu gelangen
  • im Panel Output den Button Threads aktivieren
  • Möchte man das die Unterstützung für Threading immer aktiviert ist kann man dies in der Startszene aktivieren und als Benutzereinstellungen mit Strg+U abspeichern


Nur Ausschnitte rendern

Wie viele andere 3D-Programme ist auch Blender in der Lage nur Ausschnitte zu rendern. Damit kann man gezielt nur den Bereich rendern lassen den man überprüfen möchte.

Und so geht's:
  • mit Numpad+0 in die Kameraansicht wechseln
  • Shift+B drücken und eine Auswahl über den Ausschnitt ziehen den man rendern lassen möchte
  • unter den Rendering-Einstellungen (F10) im Panel Render kann man mit dem Border-Knopf das Rendern von Ausschnitten wieder deaktivieren


Nicht in voller Größe rendern

Die Render-Zeit eines Test-Renderings lässt sich auch verringern, indem man es nicht in 100% Grösse ausgibt.

Dazu einfach:
  • die Funktionstaste F10 drücken um in die Render-Einstellungen zu gelangen
  • im Panel Format die eigentliche Grösse festlegen
  • im Panel Render die Ausgabegrösse per Knopfdruck verkleinern
  • für das finale Rendering dann die Größe einfach wieder auf 100% setzen


OSA oder FSAA heruntersetzen/ ausschalten

Einen erheblichen Geschwindigkeitszuwachs beim Rendern erhält man auch, wenn man die Kantenglättung (Blender intern OSA - „Object Scene Antialiasing“ genannt; in YafRay als FSAA – „Full Scene Antialiasing“ bezeichnet) deaktiviert oder so klein wie möglich einstellt.
Zu beachten ist auch der Knopf „Full OSA“ in den Materialeigenschaften. Bei Körpern mit dieser Materialeigenschaft wird, wenn OSA aktiviert ist, eine volle Kantenglättung erzwungen.

Beim internen Renderer:
  • die Funktionstaste F10 drücken um in die Render-Einstellungen zu gelangen
  • im Panel Render OSA deaktivieren oder auf den kleinsten Wert setzen
  • am Ende, für das finale Rendering, OSA wieder aktivieren und auf einen hohen Wert setzen
Mit YafRay:
  • normalerweise ist unter den Rendering-Einstellungen (F10) im Panel YafRay Auto AA aktiviert, dies bedeutet das YafRay die OSA-Einstellungen verwendet. Sollte dies nicht der Fall sein Auto AA aktivieren
  • wie für den internen Renderer im Panel Render OSA deaktivieren oder auf den kleinsten Wert setzen
  • am Ende, für das finale Rendering, OSA wieder aktivieren und auf einen hohen Wert setzen bzw. Auto AA wieder deaktivieren


Ambient Occlusion heruntersetzen/ ausschalten

Benutzt man Ambient Occlusion, so wirkt sich - ähnlich wie beim Heruntersetzen/ Deaktivieren von OSA bzw. FSAA - dies enorm auf die Render-Geschwindigkeit aus. Sollte man auf Ambient Occlusion wegen der Beleuchtung der Szene nicht verzichten können, empfiehlt sich auch hier ein weitmöglichstes runterschrauben. Da auch die Feinheit des Drahtgittermodells (Mesh) Ambient Occlusion beeinflußt, kann auch ein Heruntersetzen von SubSurf zur Erhöhung der Render-Geschwindigkeit beitragen.

Ambient Occlusion:
  • die Funktionstaste F8 drücken um in die World-Einstellungen zu gelangen
  • im Panel Amb OCC Ambient Occlusion deaktivieren oder Samples auf einen kleinen Wert (z.B. 3) setzen
  • Je geringer die Anzahl der Samples ist, um so körniger wird das Bild
  • für das finale Rendering Ambient Occlusion wieder aktivieren bzw. die Anzahl der Samples wieder erhöhen
SubSurf:
  • die Funktionstaste F9 drücken um in die Editing-Einstellungen zu gelangen
  • im Panel Mesh SubSurf deaktivieren oder das zweite Subdiv Feld auf einen kleinen Wert (z.B. 1) setzen
  • für das finale Rendering SubSurf wieder aktivieren bzw. die Anzahl der Samples wieder erhöhen


Ray Mirror bzw. Ray Transp

Werden Materialen die andere Objekte mittels Raytracing wiederspiegeln verwendet, so kann die Zeit des Renderns verkürzt werden in dem man die Anzahl der Spiegelungen herabsetzt bzw. Raytracing deaktiviert.

Beim internen Renderer:
  • die Funktionstaste F5 drücken um in die Material-Eigenschaften zu gelangen
  • im Panel Mirror Transp Ray Mirror bzw. Ray Transp deaktivieren oder die Werte im Feld Depth herabsetzen (z.B. 2)
Mit YafRay:
  • unter den Rendering-Einstellungen (F10) im Panel YafRay die Spiegelungstiefe Raydepth heruntersetzen (z.B. 2)


Yafray allgemein

Zu guter Letzt noch einige zusätzliche Tipps für YafRay:
  • Stimmt unter den Rendering-Einstellungen (F10) im Panel YafRay kann die Anzahl zur Verfügung stehenden Prozessoren eingestellt werden. Besitzt man also einen Mehrprozessorrechner sollte diese Einstellung richtig gesetzt werden.
  • in den Rendering-Einstellungen (F10) im Panel YafRay GI sollte der Cache-Button aktiviert sein, dies vermindert zwar die Qualität der Renderings führt aber zu deutlich schnelleren Render-Zeiten.
  • in den Rendering-Einstellungen (F10) im Panel YafRay GI kann man die Methode, Qualität und die Tiefe von Global Illumination einstellen, kleinere Werte ergeben geringere Render-Zeiten.




 


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