Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

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Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon xey » 01.12.2016, 23:00

Hallo,

ich möchte mich in Zukunft mehr mit Fotografie beschäftigen. Ich habe ein sehr großes Projekt vor das ich ,, black forest 24 ,, nenne. Da muss ich ganz dringend skills aneignen. Heute will ich euch ein kleinen Zeitrafferfilm vorstellen. Eigentlich eine kleine Übung. Es war für mich immer eine Herausforderung saubere Übergänge bei Zeitraffern zu schaffen wenn sich das Licht verändert. Mittlerweile werde ich immer vertrauter mit dieser Technik. Aber da fehlt noch einiges an Erfahrung. Egal..

Nun zum eigentlichen kleinen Projekt. Übergang Tag zu Nacht. Sind zwar immer noch kleine Lichtschwankungen zu sehen. Aber man lernt ja noch :D

https://vimeo.com/193431568
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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon B.Y.O.B. » 01.12.2016, 23:24

Finde ich sehr gut, habe das auch schon ein paarmal probiert aber immer kleinere Probleme gehabt, die ich hier nicht sehe (Flackern, unscharfe Frames).
Mittendrin erscheint plötzlich eine immer stärkere Vignettierung, hast du da die Blende weiter aufgemacht oder liegt das an etwas anderem?

Wie regelst du die Helligkeit? Bei meinen Versuchen habe ich immer alle Parameter manuell festgelegt, außer der Belichtungszeit, und die Kamera damit die Helligkeit regeln lassen, aber wie schon gesagt hat das zu Flackern geführt.
Ein anderes Mal habe ich vergessen den Verwacklungsschutz (OIS) auszuschalten, was vermutlich (wegen Stativ) zu den unscharfen Frames geführt hat...

Btw. schöne Gegend, war da ein paarmal Wandern.
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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon xey » 02.12.2016, 00:12

Da warst du? Cool. Ja das ist echt schön hier bei uns im Nordschwarzwald :thumbup:

Bei Zeitraffern muss man immer im M Modus arbeiten. Das ist eine gute Absicherung gegen unscharfe Frames wenn man manuell fokusiert. Ein richtig gutes Stativ ist ebenfalls nötig. Da darf man nicht sparen.
Die Vignettierung liegt an der Messmethode. Leider haben die meisten Kameras ihren Fokus bei der Messung mehr in der Mitte. Wenn du mit Canon oder Nikon arbeitest hast du wenig Spielraum um den äußeren Rand vom Bild zu messen. Da ist z.b. Panasonic viel weiter. Da kann man mit einfachem antippen des Touchscreens bestimmen welchen Bereich man messen möchte. Aber da ist wiederum die Frage wie gut die Panasonic bei schlechten Lichtverhältnissen arbeitet. Da punktet meine Canon. Also muss ich diesen Vignette-Effekt bei der Messung akzeptieren.

Bei der Helligkeitregulierung gehe ich so vor: Ich schließe die Blende so weit es geht. ISO stelle ich auf 200 und verändere es überhaupt nicht. Die Belichtungszeit stelle ich so ein dass es gut aussieht. Z.B. auf 1/50. Und wenn es dunkler wird gehe ich immer der Blende eine Stufe höher. Wenn da nichts mehr geht gehe ich mit der Belichtungszeit immer höher.
Wann man runter bzw. hoch regelt entscheidet die Erfahrung. Bei jeder 7 sek z.b regele ich alle 50 Bilder.
Die restlichen Schwankungen eliminiere ich im Photoshop Lightroom durch Synchronisierung.
Das heißt je genauer man mit der Kamera regelt desto besser kann man es mit der Software bearbeiten. Aber das ist alles Gefühlssache die nicht wirklich zu beschreiben ist.
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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon blend rend » 02.12.2016, 01:17

Richtig schön, bis auf die Vignettierung. Die würde ich im Schnittprogramm rausschmeißen, bzw gegen Vignettieren (nenne ich jetzt mal einfach so). :thumbup: Das braucht bestimmt eine Menge einarbeitung und Nerven bis die richtigen Einstellungen an der Kamera gefunden sind. Hut ab.
LG blend rend

Mein aktuelles Projekt: https://www.blendpolis.de/viewtopic.php?f=12&t=52883
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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon xey » 02.12.2016, 04:37

Beim nächsten Mal werde ich gegenvignettieren blend rend. :thumbup:
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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon B.Y.O.B. » 02.12.2016, 10:08

Wenn man manuell fokussiert und dann nachträglich die Blende ändert, muss man neu fokussieren (oder die Schärfentiefe ist so groß, dass der Unterschied nichts ausmacht).

xey hat geschrieben:Die Vignettierung liegt an der Messmethode.

Verstehe nicht ganz wie das technisch funktionieren soll?
Ich schätze, es liegt an der veränderten Blende. ISO oder Belichtungszeit verändern die Stärke einer Vignette nicht.

xey hat geschrieben:Aber da ist wiederum die Frage wie gut die Panasonic bei schlechten Lichtverhältnissen arbeitet. Da punktet meine Canon.

Bei ISO 200 dürften sich kaum Unterschiede zwischen verschiedenen Kameras zeigen, sie müssen dann halt je nach Sensorempfindlichkeit länger belichten.
(außer ihre Dynamik unterscheidet sich krass, da kenne ich mich nicht so aus).

xey hat geschrieben:Bei der Helligkeitregulierung gehe ich so vor: Ich schließe die Blende so weit es geht. ISO stelle ich auf 200 und verändere es überhaupt nicht. Die Belichtungszeit stelle ich so ein dass es gut aussieht. Z.B. auf 1/50. Und wenn es dunkler wird gehe ich immer der Blende eine Stufe höher. Wenn da nichts mehr geht gehe ich mit der Belichtungszeit immer höher.
Wann man runter bzw. hoch regelt entscheidet die Erfahrung. Bei jeder 7 sek z.b regele ich alle 50 Bilder.
Die restlichen Schwankungen eliminiere ich im Photoshop Lightroom durch Synchronisierung.

Ok, ich hätte nicht erwartet dass es so gut funktioniert das manuell nachzuregeln. Jetzt fällt es mir auch im Video auf. Aber ein sanfter Sprung in der Helligkeit alle 50 Bilder ist vermutlich besser als leichtes Flackern in jedem Bild (wie es bei meinen Tests mit automatischer Belichtungszeit der Fall war).

Zu dieser Synchronisierung in Lightroom muss ich mal recherchieren. Habe Lightroom zwar nicht, aber evtl. gibt es etwas ähnliches in anderer Software oder man schreibt sich selbst ein Programm, wenn der Algorithmus nicht allzu kompliziert ist.
Ist das diese Funktion?
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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon xey » 02.12.2016, 15:14

Ich stelle den Fokus auf unendlich und das bleibt unverändert die ganze Zeit. Wenn größere Objekte sich vor dem Objektiv befinden kann man das nachregeln. Bei Zeitraffern bleibe ich immer dabei und beobachte die Bilder. Wenn mir etwas auffällt wird nachgeregelt.

Die Vignettierung liegt an der Linse. Bei einheitlichen Flächen wie Himmel tritt es anscheinend oft auf. Muss ich genauer nachlesen. Dachte wirklich es lege an der Mehrfeldmessung.

Je größer der Zensor desto bessere Ergebnisse liefert er bei schwachen Lichtverhältnissen. Meine Panasonis hat kein Vollformat. Die Zensorhersteller unterscheiden sich alle von ihrer Darbietung. Wollte nur erwähnen wie schade es ist das Canon von den Bedienfreundlichkeit so hinterher liegt, da es heute so coole Funktionen gibt. Z.B fokus peaking. Das sollte standard in der heutigen Zeit sein. Aber warscheinlich wollen es die Kunden so.

Genau diese Funktion in Lightroom meinte ich. Ich verwende dazu noch LRTimelapse. Da kann ich nur die gesetzten Keaframes in Lightroom Entwickeln und synchronisiert wird im LRTimelapse. Das gleiche kannst du wunderbar in Affter Effects tun. Die meisten benutzen glaube ich auch Affter Effects. Habe ich leider nicht. Dieses Tutorial zeigt paar Funktionen https://www.youtube.com/watch?v=X9PT3xxt1Qk

Und was auch wichtig ist bei Zeitraffern. Die Inetrvale möglichst nicht zu verändern. Wenn nur zwei Sekunden Unterschied zwischen zwei Bildern liegen wirst du Ruckler kriegen. Die wiederum sind nicht wegzukriegen.
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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon blend rend » 02.12.2016, 18:58

Wäre für mich mal interessant es in Edius zu bearbeiten. Wie dann das Ergebnis ausschaut. Ist das aus einem Video entwickelt oder aus einzelnen Fotos? Was würde passieren wenn man alle die Kameraeinstellungen konstant beibehält und die Unter/Überlichungen nachträglich korrigiert?
LG blend rend

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Re: Zeitraffer- Übergang Tag zu Nacht

Beitragvon xey » 02.12.2016, 19:31

Hi blend rend,

Normalerweise verändert man nichts an den Einstellungen. Die meisten Zeitrafferfilme sind recht kurz. 30 min reichen schon aus um die Sonne und Schatten bewegen zu lassen. Aber bei Zeitraffern die z.b um 16:00 Uhr anfangen und um 2:00 enden, passiert nun sehr viel. Da wäre das Ende des Films total unterbelichtet oder der Anfang hätte zu viel Licht. Das nachträgliche Bearbeiten wird in solchen Fällen nicht helfen. Aber auf jeden Fall die Schüsse immer etwas dunkler halten. In der Software lassen sich dunklere Bilder besser entwickeln als helle.

Ich mache Einzelbilder. Man kann natürlich auch filmen und es anschließend auf der timeline beschleunigen. Aber ein Foto hat eine enorm höhere Qualität als so ein gefilmter Frame. Mit Filmen hört man spätestens dann auf wenn es anfängt zu dämmern. Da ist eine höhere Belichtungszeit notwendig.
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